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| Terror
Firmer |
Original
Titel |
| - |
Deutscher
Titel |
| USA
1999 |
Land |
| Lloyd
Kaufman |
Regisseur |
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Es
dauert ungefähr 2 Sekunden und wir sind mitten im Geschehen
- eine durchaus ansehnliche "Dame" begegnet einem "Herren" der
sich eine Bemerkung über diese "King Size Pussy" einfach
nicht verkneifen kann. Das hätte er lieber lassen sollen,
denn die Frau ist nachtragend und offensichtlich miesester Laune
- ihre Reaktion ist wortlos aber heftig, sie reißt dem
Mann das Bein heraus und erschlägt ihn damit.
Das Morden der mysteriösen Dame geht weiter, einer arglos in der Sonne
liegenden Frau wird der Fötus aus dem Bauch gerissen, ein Mann wird
mit Hilfe von Corn Flakes getötet - ein Serienkiller der besonderen
Art geht um!
Szenenwechsel: Eine Filmcrew bei den Dreharbeiten zu Toxic Avenger 4, der
blinde Regisseur Larry Benjamin (Lloyd Kaufman) hat großes vor und
zwar gaaanz großes Kino, das schafft einige Probleme, seine Filmcrew
setzt sich aus hübschen Damen, debilen Idioten und Nichtskönnern
zusammen - Schauspieler hat er keine, ach ja, die Tochter des Regisseurs
treibt sich auch noch am Set rum.
Streitereien sind am Set eher die Regel als die Ausnahme, der leicht verblödete
Jerry gerät ganz gerne mal mit Casey aneinander, der sich, im Gegensatz
zu allen anderen, für einen Filmprofi hält und auch die Damenwelt
sorgt für den üblichen Wirbel - Gehilfin/Statistin Jennifer verdreht
Casey den Kopf.
Regisseur Benjamin kämpft mit ganz anderen Problemen - wie trifft
ein blinder Mann beim Pinkeln das Becken? Genau, gar nicht - wenn Larry
mal so richtig loslegt, sollte man in Deckung gehen, das muß auch
Hauptdarstellerin Christine erleben als sie von Larry beim Bumsen erwischt
wird, in diesem Film ist/wird wirklich jeder angepisst.
Bei einer Party der Filmcrew schlägt die Killer Lady dann wieder zu,
ein potentieller Sexpartner bekommt erst einen Einlauf der besonderen Art,
danach muß sein Gehirn(?) dran glauben - nach einigem Gekreische
geht die Crew aber zum Alltag über.
Jerry ärgert Casey wo er kann, ist bei Casey ja auch sehr einfach,
seine Abneigung gegen blutige Details ist überdeutlich, er ist halt
nur für den Ton zuständig und Jerry, wie könnte es anders
sein, für die Spezialeffekte.
Larry Benjamin hat mächtige Probleme seinen Haufen unter Kontrolle
zu bringen, seine Ansprachen, die er mit einem zümpftigen "Let's
make some Art" beschließt, sind gefürchtet und können
wenigstens für zeitweilige Ruhe sorgen.
Als der Hauptgeldgeber Jacob Gelman auftaucht, gibt man sich größte
Mühe, sich von seiner besten Seite zu zeigen.
Casey und Jennifer kommen sich derweil näher - Casey ist schon ein
komischer Vogel, nicht nur sein Mainstream Fanatismus, sondern auch seine
undurchsichtige Vergangenheit fallen Jennifer auf. Mit dem logischerweise
folgendem Sex klappt es dann auch nicht wirklich gut.
In der Zwischenzeit trifft Jacob Gelman auf den verrückten Killer
und hat eine unangenehme Begegnung mit einer Rolltreppe, sprich, er wird
aufgefressen!
Am Set kommt es zu weiteren Todesfällen - da der Film aber sowieso
nicht gerade blutleer ist, regt sich kaum jemand sonderlich darüber
auf - die Polizei schon mehr - und das natürlich ohne nennenswertes
Ergebnis. Die Cops wissen nicht so genau was sie Fragen sollen und die
Filmcrew versteht die Fragen nicht - aber egal, der nächste Mord läßt
nicht lange auf sich warten. Als das nächste Mitglied an einem, nennen
wir es mal, geplatzten Darm stirbt, fängt man langsam an sich Gedanken
zu machen. Das hält nicht lange an und man widmet sich wieder der
Arbeit, nach und nach wird die Crew immer mehr dezimiert, Menschen die
durch Stromschläge gegrillt werden oder durch LKWs zerquetscht werden,
sind beinahe an der Tagesordnung. Die Crew ist mit ihren eigenen Problemen
beschäftigt und die sind meistens sexueller Natur, das man ständig über
Leichen stolpert stört zwar, aber ... Let's make some Art!
Jennifer kann am Set Punkte sammeln - eine kleine aber feine Sexrolle mit
Jerry als Toxic Avenger ist die Belohnung. Trotzdem entwickeln sich die
Dreharbeiten langsam zur Katastrophe - die Teilnehmer sterben wie die Fliegen,
ob erschossen, überfahren, zerstückelt oder auch mal durch "langziehen
der Nudel", ob durch den Killer, durch Unfälle oder einfach nur
Schussligkeit, wen juckt das noch?
Am Ende kommt Jennifer dem Killer auf die Spur, seine Motive sind genauso
merkwürdig, wie seine Taten und wie der Killer selbst. Die Probleme
lösen sich tromaüblich.
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Wenn
Troma drauf steht ist auch Troma drin - wer dann immer noch nicht
weiss was auf ihn zukommt, der könnte einen Kulturschock
erster Güte erleben - das Gezeigte ist schier unglaublich,
Bilder die man in dieser Form gar nicht mehr erwartet hat, mit
einem für Troma Verhältnisse großen Aufwand,
wird hier gemeuchelt das man es kaum für möglich hält,
es wird keine Geschmacklosigkeit ausgelassen (und vor allem keine
Körperflüssigkeit!) - das es trotzdem überwiegend
lustig und unterhaltsam ist, grenzt an ein mittleres Wunder.
Die Trasherprobten und auch Trashbegabten Tromadarsteller tun hier ein übriges
und könne auf ihre Art sogar überzeugen - großartig Joe
Fleishaker und sein Kampf mit der Rolltreppe und natürlich Debbie
Rochon.
Der Film hat zwar manches mal seine Längen und ist auch insgesamt,
von seiner Laufzeit her, mindestens eine halbe Stunde zu lang geraten,
aber Tromafans wissen was auf sie zukommt und werden hier mit einem der
besten aller Tromas belohnt - "Nichtfans" werden den Film sowieso
schnell abschalten - mit diesem Spektakel ist es auch nicht gerade einfach
neue Fans zu gewinnen, also keine Einsteigerkost.
Eine Empfehlung fällt dann auch schwer - für Tromafans eine Offenbarung,
aber wer weiss schon vorher ob er als Tromafan geeignet ist? Wer schon
etwas von diesem Label gesehen und schätzen gelernt hat, nennt Terror
Firmer sowieso sein eigen, aber für unbedarfte Zuschauer könnte
es schwierig werden. Das hilft jetzt nicht wirklich weiter, ich würde
sagen der beste Weg zum Troma Einstieg ist, schon alleine wegen der Verfügbarkeit,
Toxic Avenger oder auch Tromeo & Julia - danach kann man sich "Größerem" widmen.
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Poster
- zum vergrößern, bitte anklicken. |
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